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Gericht/Institution:BFH
Erscheinungsdatum:30.05.2018
Quelle:juris Logo

Richter am BFH Manfred Schmid im Ruhestand

 

Richter am BFH Manfred Schmid tritt mit Ablauf des Monats Mai 2018 in den Ruhestand.

Manfred Schmid trat nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität in seiner Heimatstadt München in den Dienst der Finanzverwaltung und war zunächst mehrere Jahre im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen tätig. Anschließend führte ihn sein Weg 1986 für zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das BVerfG und dann als Sachgebietsleiter in ein Münchner Finanzamt. Im Januar 1990 entschied sich Manfred Schmid für den Richterberuf und wechselte an das FG München, dem er – unterbrochen durch eine vierjährige Abordnung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den BFH – bis zu seiner Ernennung zum Richter am BFH am 01.08.2004 angehörte.

Im obersten Gericht für Steuer- und Zollsachen war Manfred Schmid dem II. Senat des BFH zugewiesen, der hauptsächlich für Erbschaft- und Schenkungsteuer, Grunderwerbsteuer und die Einheitsbewertung zuständig ist. Er hat als Revisionsrichter eine Vielzahl grundlegender und richtungsweisender Entscheidungen des II. Senats maßgebend mitbestimmt. Daneben zeigte sich seine große Leistungsbereitschaft durch die Übernahme zusätzlicher Aufgaben, vor allem als stellvertretender Senatsvorsitzender, als Mitglied im Großen Senat des BFH und zeitweise als Mitglied im V. Senat des BFH. Hervorzuheben sind sein unermüdlicher Einsatz für zeitnahe, gut begründete und verständliche Entscheidungen der anhängigen Rechtsstreitigkeiten, sein Teamgeist und seine überragenden Rechtskenntnisse, die prägend für die Entwicklung der Rechtsprechung im II. Senat des BFH waren.

In der steuerlichen Fachwelt ist er insbesondere als Mitautor in einem Standardkommentar zur Abgabenordnung und Finanzgerichtsordnung hervorgetreten.

Quelle: Pressemitteilung des BFH Nr. 27/2018 v. 30.05.2018